Viele Gründe sprechen für grüne Dächer. Ihre bunt schimmernden Farben sind eine echte Augenweide in der sonst oft tristen Landschaft. Es kommt nicht von ungefähr, dass bereits die alten Wikinger die Vorteile der Gründächer für sich nutzten.

Ein paar Jahrhunderte musste es dauern zu erkennen, welch ökologischen und bauphysikalischen Mehrwert die grünen Dachflächen mit sich bringen. Der attraktive Dachbewuchs schafft neuen Lebensraum für Flora und Fauna und schützt Ihr Dach vor Witterungseinflüssen, Kälte, Hitze und Lärm. Da sich die Lebensdauer Ihres Daches verdoppeln kann, ist auch der kleine Preisunterschied zum herkömmlichen Kiesdach zu verkraften. Ein Gründach kann problemlos mit einer Solaranlage kombiniert werden.

Welche Arten der Dachbegrünung gibt es?



Extensive Dachbegrünung:

  • Bepflanzung von Flachdach oder Garagendach
  • Einfachste und günstigste Variante
  • Keine zusätzliche Wasser- und Nährstoffzufuhr nötig

 

Intensive Dachbegrünung:

  • Bepflanzung ganzer Hausdächer mit begehbarem Rasen, Sträuchern oder Bäumen
  • Häufig inkl. Terrassen- und Sitzbereich und Gehwegen
  • Pflege und künstliche Bewässerung erforderlich

Ist mein Flachdach für eine Dachbegrünung geeignet?

 

Das hängt ganz von der Neigung Ihres Daches ab. Ab einer Dachneigung von 15° kann ein Gründach (= Extensive?) angelegt werden. Bei der extensiven Dachbegrünung liegt die obere Grenze der Neigung bei 45°.

Für die intensive Dachbegrünung gilt das Gegenteil: Hier darf es nicht zu steil sein – eine maximale Neigung von 5 % (= 2,86°) wird bei dieser Variante vorausgesetzt.

Wir prüfen gerne die Voraussetzungen Ihres Daches und beraten Sie, auf welche Weise Sie bunte Vielfalt auf Ihr Dach bringen können.

Begrünung von Steildächern

 

Auch bei Extrembauweisen ist eine Dachbegrünung möglich. Als Spezialisten in unserem Fach werden wir Ihren individuellen Fall genau prüfen und abwägen, ob eine Dachbegrünung möglich ist.

Aufbau einer Dachbegrünung

 

Der Systemaufbau funktioniert bei Flachdächern und leicht bis stark geneigten Dächern nach demselben Prinzip: Er besteht aus einer Drainage mit Filtervlies, einem Dachgartensubstrat und einer Vegetationsmatte.

Die Drainageschicht speichert das Wasser und leitet überschüssiges Regenwasser ab. Darüber liegt ein feinporiger Filter, der verhindert, dass Substratpartikel die Drainage verstopfen.

Wichtig: Unsere Arbeiten starten ab der Wurzelschutzfolie – diese sollte am besten noch vom Dachdecker verlegt werden.

Nahaufnahme Dachbegruenung

Kleiner Tipp: Dachbegrünung wird gefördert

 

Zahlreiche deutsche Gemeinden schreiben eine Dachbegrünung inzwischen vor. Auch einige österreichische Städte sind sehr um den ökologischen Fortschritt bemüht.

Die Wiener Stadtgärten etwa fördern die Dachbegrünung durch einen finanziellen Zuschuss. Die Höhe der Förderung ist von den finanziellen Mitteln des jeweiligen Haushaltes abhängig.

In Linz muss seit 1988 jedes Flachdach mit einer Neigung bis zu 30° und ab einer Größe von 500m² begrünt werden. Dafür werden zwei Drittel der Dachkosten erstattet.